Die graphenorientierte Datenbank Neo4j wurde in der Version 1.8 um einen Cypher-Befehl zum leichteren Schreiben von Daten und Aktualisieren von Indexen erweitert. Der neuen CREATE-Anweisung können die Definitionen von Knoten und damit verbundener Daten sowie Kanten zur Festlegung von Beziehungen direkt übergeben werden. Ein Syntaxbeispiel hierzu ist auf dem Neo4J-Blog zu finden:

       CREATE (me {name:"Andreas"}), (heather {name:"Heather"}),
       (jest {title:"Infinite Jest"}),
       (me)-[:kennt]->(heather), (heather)-[:mag]->(jest)

Hier werden nacheinander ein Knoten “me” mit dem Namen “Andreas”, ein Knoten “heather” mit dem Namen “Heather” und ein Knoten “jest” als Repräsentation des Buches “Infinte Jest” kreiert und in der Folge deren Beziehungen festgelegt. “me” “kennt” also “heather” und “heather” “mag” “jest”. Diese Beziehungen und Knoten können über die Kommandozeile der Neo4j-Shell oder aus Java oder Python APIs heraus offenbar leicht mit bestehenden Cypher-Anweisungen verknüpft werden.

Weitere Verbesserungen in Neo4J 1.8 umfassen unter anderem Rolling Upgrades für Hochverfügbarkeitscluster, Unterstützung für bidirektionale Übergänge, Zweigzustände und Pfaderweiterungen im sogenannten Traversal Framework sowie für explizite Transaktionen in der Neo4J-Shell. Eine vollständige Auflistung der Änderungen kann im Change-Log auf github eingesehen werden.

Neo4j 1.8 ist als GPL-lizensierte Community Edition oder als AGPL Advanced bzw. Enterprise Edition verfügbar und mit den Versionen 1.6 und 1.7 rückwärtskompatibel. Explizite Store-Upgrades sollen nicht notwendig sein. (jul)

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